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Freitag, 25.3.2011 GV 2011 Kongresszentrum Thugauerhof, Weinfelden

Rückblick

Vortrag von Herr Markus Schüpbach, CEO der EKT, vom 25.3.2011 im Thurgauerhof

Thema: Die Zukunft der EKT im sich wandelnden Strommarkt

Herr Schüpbach konnte mit ein paar wenigen Zahlen die Dimensionen der Bereitstellung des Strombedarfs für den Kanton Thurgau darstellen. Zurzeit wird der Bedarf zu 82% aus Kernenergie (In-und Ausland), zu 18% aus erneuerbarer Energie und zu 0,7% aus neuen erneuerbaren Energiequellen (NEE) gedeckt. Weiter ist es ein Faktum, dass der Strombedarf im Thurgau, wie in der ganzen Schweiz, jährlich um ca. 2% zunimmt.
Der jährliche Mehrbedarf kann heute noch nicht mit NEE gedeckt werden. Um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten müssen also die bestehenden Energiequellen im In- und Ausland genutzt werden. Hier spielt der Gesetzgeber mit Vorgaben hinein wie CO2 Reduktion oder Neubeurteilungen der Betriebsbewilligungen von Kernkraftwerken. Dass der Ersatz von KKW’s durch NEE und /oder Bedarfsreduktion wie Effizienzsteigerung und Sparen ein grösseres Unterfangen ist, lässt sich leicht aus den obigen Zahlen ableiten. Da ist natürlich die Politik gefragt welche die Rahmenbedingungen festlegt. Man darf auf die Diskussion, die eben erst begonnen hat, gespannt sein, denn nebst der Verfügbarkeit von NEE gilt es auch die Kosten zu berücksichtigen. Für die heute bekannten Energiequellen werden Gestehungskosten von 8 bis über 60 Rp/kWh genannt. Auch die Akzeptanz neuer Energiegewinnung ist politisch noch nicht ausdiskutiert.
In der anschliessenden Diskussion konnte Herr Schüpbach vertiefende Fragen zum Thema präzise beantworten.  Dass die Kernkraft polarisiert lässt sich auch unter Ingenieuren feststellen.

Alex Meyer

Impressionen